Partnerschaften

Vitry-sur-Seine

Eine weitere Partner­schaft haben wir mit der Schule Lycée Adolphe Chérioux in der franzö­si­schen Stadt Vitry-sur-Seine.

Meißner Schüler in der Stadt der Liebe - Der diesjährige Schüleraustausch des BSZ Meißen-Radebeul

von Karoline Eckert

 

Etwas Neues sehen, Erfah­rungen sammeln, die franzö­sische Kultur kennen­lernen und den Fremd­spra­chen­wort­schatz erweitern - mit diesen und vielen anderen Zielen starteten wir, eine Gruppe von Schülern des Beruf­lichen Gymna­siums des BSZ Meißen - Radebeul, unter­stützt vom Deutsch-Franzö­si­schen Jugendwerk, am Sonntag, dem 06. November 2016 nach Vitry-sur-Seine.

Doch nicht etwa, um dort Urlaub zu verbringen, nein, es war wieder einmal an der Zeit, Meißens Partner­stadt und der dazuge­hö­rigen Partner­schule, dem Lycée Adolphe Chérioux einen Besuch abzustatten. Und so fuhren wir 21.00 Uhr vom Meißner Bahnhof gen Frank­reich los.

Nach einer knapp 14stün­digen Busfahrt warteten ein Frühstücks­empfang mit frisch gebackenen Croissants und einer Begrü­ßungsrede der Schul­lei­terin Madame Bloch des franzö­si­schen Gymna­siums auf uns zwölf Jugend­lichen des Abitur­jahr­gangs mit unseren drei mitrei­senden Lehrer. Nach einer anschlie­ßenden Kennlern­runde zwischen unseren Gastgebern und uns Gästen sowie einem ausge­wo­genen Mitta­gessen in der Mensa war es Zeit für den Beginn der Arbeit am diesjäh­rigen Projekt des Austau­sches.

Im letzten Austauschjahr, als die franzö­sische Seite zu Gast in Meißen war, wurde ein Modell der franzö­si­schen Schule angefertigt, welches heute in unserem Foyer des BSZ Meißen-Radebeul ausge­stellt ist. In diesem Jahr sollte nun mit dem Bau eines Modells der Meißner Schule in Frank­reich begonnen werden - gesagt, getan.

Trotz der langen und anstren­genden Fahrt und der damit verbun­denen Müdigkeit berei­teten wir bereits am Montagnach­mittag tapfer das Grund­gerüst des Modells vor.

Am Tagesende war wohl jeder von uns froh, in der vorher zugeteilten Gastfa­milie angekommen zu sein, wo die meisten nach einem kleinen Snack und einer warmen Dusche direkt ins Bett fielen.

Am nächsten Tag stand schließlich ein spannender Ausflug auf dem Plan: Um 8.30 Uhr startete der von der Stadt Vitry zur Verfügung gestellte Reisebus, welcher unsere deutsch-franzö­sische Gruppe zum berühmten Schloss von Versailles kutschierte. Vom ausge­strahlten Prunk jedes einzelnen Raumes des Schlosses sowie der endlosen Symmetrie in der Gestaltung der angelegten Gärten von Versailles war jeder einzelne sehr beein­druckt.

Und so langsam kamen wir auch mit den franzö­si­schen Jugend­lichen ins Gespräch, auch wenn die Kommu­ni­kation nicht immer einfach zu bewäl­tigen war. Im Notfall halfen natürlich die jewei­ligen Fremd­spra­chen­lehrer als wandelnde Wörter­bücher gern auch einmal aus.

Voller Erwar­tungen starteten wir in der Mitte der Austauschwoche nach Paris, der Stadt der Liebe, auf deren bekannte Sehens­wür­dig­keiten wir sehr gespannt waren. Nach einem langen Fußmarsch im Regen in Richtung Sacré-Cœur und der Besich­tigung dieser beein­dru­ckenden Kirche entdeckten wir von einem Aussichts­punkt endlich den langer­sehnten Eiffelturm, wenn auch die Sicht an diesem Vormittag nicht gerade die Beste war.

Nach einer Mittags­pause im Zentrum der Stadt wurde das schlechte Wetter durch eine gemeinsame, den Ausflug abschlie­ßende Schiff­fahrt auf der Seine entschuldigt, bei welcher pünktlich die Sonne auf überra­schende Weise doch noch zum Vorschein kam.

Der Donnerstag war ein Arbeitstag, schließlich sollte neben all den schönen Ausflüge auch ein Projekt voran­ge­trieben werden. Ein gewisser Zeitdruck aufgrund des Termins für die Präsen­tation des Projektes am selben Nachmittag blies antrei­benden Wind in unsere Arbeits­gruppen.

Nach getaner Arbeit präsen­tierten wir Jugend­lichen beider Länder gemeinsam mit den jewei­ligen Lehrern das entstandene Modell vor dem Städte­part­ner­schafts­ko­mitee und der Stadt Vitry.

Da der 11. November in Frank­reich ein Feiertag zum Gedenken an den Waffen­still­stand des ersten Weltkrieges ist, war der Freitag unserer Austausch­fahrt als Famili­entag angedacht. Wir trafen uns fast alle zu einem erneuten Ausflug nach Paris und genossen diese schöne Stadt noch einmal bei Sonnen­schein.

Den letzten gemein­samen Abend waren alle Schüler fest entschlossen, zusammen zu verbringen und so gab es eine kleine Abschluss­party im Haus eines franzö­si­schen Korre­spon­denten, bei welcher Deutsche und Franzosen gemeinsam die Woche ausklingen ließen.

Am nächsten Morgen fiel der Abschied auf beiden Seiten schwer, denn im Laufe der Woche waren wir in gewisser Weise zusammen gewachsen, obwohl und vielleicht auch gerade durch die Verschie­denheit und die Heraus­for­derung, welche in der Kommu­ni­kation lag.

Doch mit Aussicht auf ein baldiges Wiedersehen, welches schon im März auf dem Plan steht, wenn Meißen wieder Besuch aus Vitry bekommt, startete unser Reisebus mit winkenden Insassen fast pünktlich, kurz nach 8 Uhr, vom Gelände des Lycée unserer Freunde.

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01 Frankreich in der Literatur
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02 Deutsch-franzoesische Lesung
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03 atelier 1 _ FranceMobil
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10 Au travail
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11 atelier 2 _ Jeu de questions
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12 _ Recherches
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13 _ Die Gewinner
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14 atelier 3 _ Constantin und Felix stellen den Schueleraustausch mit Vitry-sur-Seine vor
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15 Den gesamten Vormittag gab es Crepes
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16 Delicieux

Für die Schüler der elften Klassen hieß dieser Sprachentag. Es war bereits die sechste Ausgabe, aber dieses Jahr gab es eine Beson­derheit. Zusätzlich zu ihrem eigent­lichen Programm unter­stützten alle zwölf Vitryaus­tausch­schüler diesen Tag.

Der sechste Sprachentag begann für alle elften Klassen mit einer deutsch-franzö­si­schen Lesung. Emely, Patrick und Valentin hatten sich bereit erklärt kleine ironische Geschichten über Frank­reich deutsch und franzö­sisch vorzu­lesen.

Der Lesung schlossen sich drei ateliers (Stationen) an, welche die Schüler der elften Klassen absolvierten. In einem atelier stellten Felix und Constantin auf kurzweilige Art und Weise die gerade zu Ende gegangene Reise nach Vitry-sur-Seine und den Schüleraustausch vor. In einem zweiten atelier recherchierten die Schüler zur französischen Landeskunde und versuchten Quizmeister zu werden. Gelungen ist es Emily N., Sarah M., und Sophie M..

Im dritten atelier arbei­teten die Schüler gemeinsam mit Elsa vom FranceMobil. Sie lernten viel über Land und Leute in Frank­reich. Das FranceMobil bezeichnet sich selbst als fahrendes Kultur­in­stitut und wird von der Bosch­stifung, dem Klett­verlag, dem Institut français , dem DFJW, TV5 und Arte unter­stützt.

Während des gesamten Sprachen­tages buken Arno, Luisa, Melanie, Luisa, Christina, Tim und Maximilian Crêpes und brachten so franzö­si­sches Flair in die Räume.

Bis zum nächsten Jahr!

H13_01 Ankunft in Paris.JPG
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H13_02 Begruessung der corres.JPG
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H13_03 Der Sonntag wird in den Familien verbracht.JPG
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H13_04 Begruessung im Lycee.JPG
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H13_05 Die Schueler stellen sich vor.JPG
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H13_05a Die Vorstellungsrunde wird erklaert.JPG
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H13_05a Vorbereitung der Vorstellungsrunde.JPG
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H13_06 Die Schueler stellen sich gegenseitig vor.JPG
H13_06 Die Schueler stellen sich gegenseitig vor.JPG
H13_07 Ehemalige kommen schauen.JPG
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H13_08 Die Skizzen fuer das Relief werden vorbereitet.JPG
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H13_09 Arbeit an den Skizzen.JPG
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H13_10 Noch mehr Ideen.JPG
H13_10 Noch mehr Ideen.JPG
H13_11 Das ausgeschnittene Styropor wird aufgeklebt.JPG
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H13_12 Bei der Arbeit.JPG
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H13_13 Genaues Arbeiten ist gefragt.JPG
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H13_14 Spprtlicher Ausgleich.JPG
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H13_15 Beratung.JPG
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H13_15 Pause.JPG
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H13_15a Genau hingehoert.JPG
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H13_16 Kuenstlerisches Bild.JPG
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H13_16a Gruppenbild beim Sport.JPG
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H13_17 Sprachanimation.JPG
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H13_18 Ja, wir verstehen uns praechtig.JPG
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H13_19 Memory.JPG
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H13_22 Und wieder ein Gruppenbild.JPG
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H13_23 Wir muessen schon auch mal ein Auto zur Seite raumen.JPG
H13_23 Wir muessen schon auch mal ein Auto zur Seite raumen.JPG
H13_25 Auf dem Eiffelturm.JPG
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H13_28 Alles wird mit Beton verfuellt.JPG
H13_28 Alles wird mit Beton verfuellt.JPG
H13_29 Geschafft.JPG
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H13_30 Es wurde auch anders gearbeitet.JPG
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H13_31 Und wer.JPG
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H13_32 Abschluss.JPG
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H13_33 Rueckschau auf die Woche.JPG
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H13_34 Mme Bloch _ die Schulleiterin.JPG
H13_34 Mme Bloch _ die Schulleiterin.JPG
H13_35 Mme Dauchez vom Staedtepartnerschaftsverein.JPG
H13_35 Mme Dauchez vom Staedtepartnerschaftsverein.JPG
H13_36 gemuetlicher Ausklang.JPG
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H13_37 am Buffet.JPG
H13_37 am Buffet.JPG
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H13_38 Ausgeschalte Modellreliefs
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H13_39 Ausgeschalte Modellreliefs
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H13_40 Ausgeschalte Modellreliefs

Zu einer humanen Zeit, um 15 Uhr, trafen wir uns, die Elite der Französischkurse vom BSZ Meißen, an der Bayrischen Straße, am Hauptbahnhof Dresden. Pünktlich wie die Maurer sind alle Austauschwilligen eingetroffen.
Freude auf den bevorstehenden Austausch herrschte vor, aber auch der Schatten des Leides, aufgrund der bevorstehenden 18 stündigen Busfahrt, war ein Begleiter.

Gegen jede Erwartung verlief die Busfahrt recht spaßig. Einige spielten Karten, andere schauten einen Film und erste Gespräche entwickelten sich zwischen denjenigen die sich noch nicht kannten.
Glücklich aber vollkommen erschöpft kamen wir morgens um halb 11 in Paris an.

Die Franzosen warteten schon freudig auf uns.
Nun wurden wir unseren Korrespondenten zugeteilt und fuhren mit ihnen nach Hause.
Der Tag wurde im Kreise der Gastfamilie verbracht.

Am nächsten Morgen trafen wir uns um 9 Uhr im Gymnasium der Franzosen. Gutes und schlechtes über die jeweiligen Korrespondenten wurde hitzig besprochen und ausgetauscht.
Es gab Kaffee und Croissants, um den nicht enden wollenden Frühstückshunger zu stillen. Während des Essens und Trinkens erklärten uns die Lehrer was die Woche auf uns zukommen würde. Nun stand natürlich erst einmal die Vorstellungsrunde der Austauschler bevor. Die Franzosen auf Deutsch, die Deutschen auf Französisch, so stellte man sich gegenseitig vor. Nach der Mittagspause und leckerem Essen begannen wir mit unserer Projektarbeit.

Dieses hatte die 50 Jährige Freundschaft zwischen Vitry-sur-Seine und Meißen als Thema.
Alle Schüler waren eifrig bei der Arbeit und es wurden erste Freundschaften geschlossen.
Um 17 Uhr beendeten wir die Arbeit für den Tag und wurden von unseren Lehrern in die Freiheit entlassen.
Abends trafen wir Schüler uns zusammen zum Bowlen in der Nähe eines großen Einkaufszentrums. Da die Franzosen alle jedoch noch sehr jung waren, war der Abend um halb 10 leider schon vorbei, dennoch hatten wir viel Spaß.

Am nächsten Morgen ging es weiter mit unserer Projektarbeit, ein bisschen müde, aber dennoch arbeitswillig ging es wieder ans Werk.
Am Nachmittag gab es dann den sportlichen Teil, als physischen Ausgleich zur vorher getanen geistigen Arbeit, die wir zu bewältigen hatten.

Die Lehrer der Franzosen hatten sich ein paar witzige Spiele ausge­dacht und es wurde hart gekämpft und fair gewonnen. Danach hatten wir wieder Freizeit, die jeder, mehr oder minder, indivi­duell gestalten konnte.

Am Mittwoch ging es nach Versailles. Die Deutschen wie die Franzosen freuten sich riesig, dieses architektonische Wunderwerk der Französischen Renaissance betrachten zu dürfen.
Wir bekamen Audioguides und konnten individuell unsere Tour durch das Anwesen gestalten. Um die Mittagzeit trafen wir uns am Ausgang und alle suchten ein Restaurant, um ihren Hunger zu stillen. Nach dem Essen konnte man sich bis 16 Uhr noch anderweitig verdingen. Manche gingen in den Park der zu Versailles gehört, andere schlenderten ein bisschen durch die Stadt.

Als alle wieder da waren, fuhren wir zurück ins Lycée und danach durften wir nach Hause. Die Abend­be­schäf­ti­gungen waren wieder indivi­duell zu tätigen.

Am Donnerstag ging es auf Sight­see­ingtour durch Paris. Für dieje­nigen, die noch nie in Paris waren, bot sich ein atembe­rau­bender Anblick auf die Wunder­werke der franzö­si­schen Baukunst. Vom Eifelturm zur Notre-Dame de Paris, mit Mittags­pause dazwi­schen, bis hin zur Sacré-Coeur und zur Oper, in welcher das uns allen gut bekannte Phantom der Oper sein Unwesen treibt, stiefelten wir durch die Stadt. Danach war wieder Gastfa­mi­li­enzeit.

Der Freitag wurde größtenteils zur Fertigstellung des Projektes gebraucht. In den Pausen zeigten einige der Deutschen ihre Talente an der Gitarre und beim Gesang und die Franzosen schauten begeistert zu. Am Nachmittag kamen noch einmal all die Menschen, die den Austausch organisiert hatten, zusammen und es wurde ein kleiner Vortrag mit Bildern über die Woche gehalten.
Am Abend gab es dann eine Hausparty bei einer der Französinnen, wo alle dabei waren. Bis spät in die Nacht wurde ausgelassen gefeiert.

Am Samstag fuhren wir erst 19:30 Uhr ab, 18 Uhr war Treff, wodurch man noch mal die Möglichkeit hatte, mit seiner Familie etwas zu unternehmen. Manche waren im Louvre, andere im Stadtviertel La Defense und natürlich gab es auch faule, die ihren Rausch der durchzechten Nacht bei ihren Korrespondenten zu Hause ausschliefen.
Um 19:30 Uhr verabschiedeten wir uns von den Franzosen mit einem lachenden und einem weinenden Auge und stiegen in den Bus.

Meiner Meinung nach war es eine sehr erfahrungsreiche Woche und ich persönliche hoffe, dass es auch für die weiteren Generationen die Möglichkeit gibt,an einen solchen Austausch teilzunehmen.
Im Namen aller Schüler möchte ich mich bei allen Organisatoren und dem Deutsch-französischen Jugendwerk für ihre Unterstützung und den Verwirklichern dieses Austausches bedanken.

Adrian Ebert, Kurs 13

FJ13_0 Unsere franzoesischen Gaeste.JPG
FJ13_0 Unsere franzoesischen Gaeste.JPG
FJ13_01 Begruessung der franzoesischen Gaeste durch den Schulleiter.JPG
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FJ13_02 Empfang beim Oberbuergermeister.JPG
FJ13_02 Empfang beim Oberbuergermeister.JPG
FJ13_02a Erklaerung des Projektes.JPG
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FJ13_02b Der zweite Teil der Schalung.JPG
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FJ13_03 Die Arbeit am Betonprojekt beginnt.JPG
FJ13_03 Die Arbeit am Betonprojekt beginnt.JPG
FJ13_05 Der Beton wird in die Schalung gegeben.JPG
FJ13_05 Der Beton wird in die Schalung gegeben.JPG
FJ13_06 Die Partnertuerme werden mit Beton befuellt.JPG
FJ13_06 Die Partnertuerme werden mit Beton befuellt.JPG
FJ13_07 Gar nicht so einfach.JPG
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FJ13_08 Besichtigung der Porzellanmanufaktur.JPG
FJ13_08 Besichtigung der Porzellanmanufaktur.JPG
FJ13_09 Ruhepause in der Kinderecke.JPG
FJ13_09 Ruhepause in der Kinderecke.JPG
FJ13_10 Frau Cotta fuehrt durch Meissen.JPG
FJ13_10 Frau Cotta fuehrt durch Meissen.JPG
FJ13_11 Im Hochzeitszimmer der Albrechtsburg.JPG
FJ13_11 Im Hochzeitszimmer der Albrechtsburg.JPG
FJ13_12 Tagesausflug nach Berlin.JPG
FJ13_12 Tagesausflug nach Berlin.JPG
FJ13_13 Gruppe mit Trabant.JPG
FJ13_13 Gruppe mit Trabant.JPG
FJ13_13a Noch einmal Gruppe mit Trabant.jpg
FJ13_13a Noch einmal Gruppe mit Trabant
FJ13_14 Tagesausflug nach Dresden bei eisigen Temperaturen im April.JPG
FJ13_14 Tagesausflug nach Dresden bei eisigen Temperaturen im April.JPG
FJ13_15 Typisch deutsch _ Wir gehen bei GRUEN.JPG
FJ13_15 Typisch deutsch _ Wir gehen bei GRUEN.JPG
FJ13_16 Viele Gruesse vom Dampfer.JPG
FJ13_16 Viele Gruesse vom Dampfer.JPG
FJ13_18 Die Bank wiegt schwer.JPG
FJ13_18 Die Bank wiegt schwer.JPG
FJ13_19 Alle helfen mit.JPG
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FJ13_19a Fertig.JPG
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FJ13_20 Offizieller Wochenabschluss.JPG
FJ13_20 Offizieller Wochenabschluss.JPG
FJ13_21 Die Geschichte des Projektes.JPG
FJ13_21 Die Geschichte des Projektes.JPG
FJ13_22 les createurs du banc.JPG
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FJ13_23 Vorbereitet fuer die Enthuellung.JPG
FJ13_23 Vorbereitet fuer die Enthuellung.JPG
FJ13_24 Voila - Unsere Partnertuerme.JPG
FJ13_24 Voila - Unsere Partnertuerme.JPG
FJ13_25 Wir waren alle dabei.JPG
FJ13_25 Wir waren alle dabei.JPG
FJ13_26 Abschlussgrillen.JPG
FJ13_26 Abschlussgrillen.JPG
FJ13_27 Bon appetit.JPG
FJ13_27 Bon appetit.JPG
FJ13_28 Es schmeckt.JPG
FJ13_28 Es schmeckt.JPG
FJ13_30 Es war eine wunderschoene Woche.JPG
FJ13_30 Es war eine wunderschoene Woche.JPG
FJ13_31 Unsere Bank hat ihren Platz gefunden.JPG
FJ13_31 Unsere Bank hat ihren Platz gefunden.JPG

Im Herbst letzten Jahres starteten wir deutschen Austausch­schüler voller Spannung und Neugierde vom Haupt­bahnhof Dresden aus Richtung Frank­reich nach Vitry-sur-Seine.

Am Sonntag, dem 07. April 201, standen wir nun wieder in einem Bahnhof, allerdings in Meißen. Wir warteten gespannt auf unsere französischen Gastschüler, die ihren Gegenbesuch bei uns in Deutschland antraten.
Warten mussten wir nicht lange. Die S-Bahn rollte pünktlich in Meißen ein und es stiegen viele bekannte Gesichter aus. Dann hieß es erst mal „Hallo“ und „Salut“. Das Wiedersehen war für alle eine Freude, für einige Austauschschüler war es aber auch das erste Treffen.

Grund dafür war das große Interesse der Franzosen an Deutschland. Es wollten mehr Schüler nach Deutschland reisen, als zuvor deutsche Jugend­liche Vitry-sur-Seine waren. Mit Erfolg konnten weitere Gastfa­milien an unserer Schule gefunden werden. Nach der allge­meinen Begrüßung startete jede Gastfa­milie samt Franzosen nach Hause und ließ den langen Tag ausklingen. Schließlich waren unsere franzö­si­schen Austausch­schüler rund zehn Stunden mit dem Zug angereist.

Der Montag begann für alle Franzosen acht Uhr in der Aula des BSZ Meißen. Während sie von unserem Schul­leiter Herrn Petschke begrüßt wurden, drückten wir die Schulbank. Später wurden unsere Gastschüler von Herrn Oberbür­ger­meister Raschke begrüßt und besich­tigten das Meißner Rathaus, dessen Archi­tektur sie sehr beein­druckte.

Mittag wurde gemeinsam in der Cafeteria unserer Schule gegessen. Als alle satt und zufrieden waren, teilte sich die große Gruppe aus Deutschen und Franzosen wieder. Alle „Tech­niker“, egal ob deutsch oder franzö­sisch, pilgerten zur schulei­genen Bauwerk­statt um unsere Partner­schaftsbank zu betonieren. Diese Partner­schaftsbank war das Haupt­projekt der Austauschwoche und bildet das Gegen­stück zum Mülleimer, welchen wir in der franzö­si­schen Werkstatt herstellten. Unter der Hilfe­stellung einiger Maurer­lehr­linge zeigten sich unsere Austausch­schüler als wahre Meister im Betonieren.

Während­dessen gab es in der Aula Kultur zu erleben. Die Theater­gruppe des glashaus-theaters probte ihr aktuelles Stück „Arzt wider Willen“. Auch wenn unsere Franzosen nicht alles verstanden, so war es für sie doch lustig anzusehen. Wem der Tag noch nicht zu lang war, der kam am frühen Abend nach Coswig zum Bowling spielen. In dieser gelockerten Runde gelang es leichter deutsch-franzö­sische Freund­schaften zu knüpfen.

Am Dienstag starteten wir alle zur ersten Unter­richts­stunde. Die Franzosen erlebten so den deutschen Unter­richt hautnah und hatten auch selbst Aufgaben zu erledigen. Danach ging es für sie etwas entspannter zu. Die Besich­tigung der Porzel­lan­ma­nu­faktur stand auf dem Programm sowie eine Stadt­führung in Meißen. Doch damit war der Tag noch nicht zu Ende. Nachmittags nahmen alle Schüler gemeinsam an einer inter­essanten, aber recht langen Führung durch die Albrechtsburg teil.

Nachdem nun Meißen erkundet war, ging es am Mittwoch nach Berlin. Raus aus dem nebeligen Elbtal und hinein in die Großstadt fuhren wir im eigenen Reisebus. Erst gab der Busfahrer eine kleine Stadt­führung zum Besten, danach besuchten wir unter strengen Sicher­heits­kon­trollen die Reichs­tags­kuppel. Leider war auch hier unsere Sicht etwas vernebelt. Trotzdem fanden wir den Fußweg zum Branden­burger Tor und schauten uns auf eigene Faust die deutsche Ausgabe der Champs Elysées – Unter den Linden – an.

Mittags probierten viele Franzosen begeistert stadt­ty­pische Gerichte wie die Berliner Curry­wurst. Mit dem Bus fuhren wir weiter zum Potsdamer Platz, wo viele Austausch­schüler die Freizeit in diversen Einkaufs­zentren verbrachten. Den Abschluss unserer Berli­nex­kursion bildete ein Gruppenfoto vor einem Teil der Berliner Mauer, der berühmten „East Side Gallery“.

Nicht ganz so berühmt, aber ebenfalls schön anzusehen ist Dresden, welches wir am nächsten Tag besuchten. Auch hier starteten wir mit einer Stadt­führung vom Haupt­bahnhof bis zur Frauen­kirche. Viele Franzosen zeigten sich beein­druckt von der barocken Archi­tektur Dresdens und fanden die Besich­tigung der Sempe­roper sehr inter­essant. Ab 14.00 Uhr durften wir alle im Alleingang durch die Stadt ziehen. Viele nutzten das schöne Wetter für eine Dampfer­fahrt auf der Elbe. Andere tankten noch etwas Kultur bzw. Wissen im Hygie­ne­museum.

Der Freitag begann wieder in unserer Schule. Während ein Teil der Deutschen und Franzosen im Unter­richt saß, schalten die anderen die Betonbank aus. Und dies mit Erfolg! So konnte pünktlich um 11.30 Uhr unsere Partner­schaftsbank unter Applaus einge­weiht werden.

Zur Feier des Tages und dem April­wetter zum Trotz veran­stal­teten Lehrer und Schüler ein Grillfest im BSZ – mit deutschen Bratwürsten und franzö­si­schen Crêpes. Das Woche­nende verbrachten wir ebenfalls gemeinsam. Eine große Gruppe an deutschen und franzö­si­schen Schülern besuchte am Samstag den Dresdner Zoo und schlen­derte anschließend noch mal durch Dresden.

Für einige war die Nacht zum Sonntag daher etwas kurz geraten und die Abreise der Franzosen erreichte uns schneller als erwartet. Teilweise unter Tränen verab­schie­deten wir uns – mit dem Versprechen über das Austausch­projekt hinaus in Kontakt zu bleiben.

Eike Stöcker

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Muelleimer 1
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Muelleimer 3
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Muelleimer 6
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Muelleimer 7
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Muelleimer 8

Vom 07. Oktober bis 14. Oktober 2012 fuhren 12 Schüler des Beruf­lichen Gymna­siums nach Vitry-sur-Seine. Die Fahrt wurde bereits seit Frühjahr 2012 vorbe­reitet. Gemeinsam mit den franzö­si­schen Schülern ist die Schalung für einen Beton­müll­eimer, welcher der Mülltrennung dienen soll, erarbeitet worden. Die Franzosen haben verschiedene Ideen in Form von Skizzen geschickt und bei uns wurden in vielen Arbeits­treffen die Ideen besprochen und beurteilt, den Franzosen für jede Idee eine Rückmeldung geschrieben und die endgültige Schalung erarbeitet.

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Bautechnikunterricht
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Bautechnikunterricht II
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Besichtigung der Werkstaetten
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Die Schulleiter
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Diskussionsrunde im Lehrerzimmer
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Eingang zur Bautechnik
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Fremdsprachenkolleginnen
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Gespraech mit der Schulleiterin
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Ideenaustausch zum ersten Projekt
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Informationen zum franzoesischen Schulsystem
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Paris
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v.l.n.r. M. Lesrel, Mme Bloch, Herr Petschke, Frau Saske, M. Rugli, Mme Naegeli, Mme Santoni

März 2011
schriftliche Anfrage des Lycée Adolphe Chérioux in Hinblick auf gemeinsame Projekte

Juni 2012
Besuch des Bautechniklehrers M. Lesrel am BSZ Meißen

26. – 28. September 2012
Erster Besuch des Schulleiters Herrn Petschke, des Fachleiters Herr Lotzmann und der Französischlehrerin Frau Saske in Vitry-sur-Seine, um Absprachen über das erste Projekt zu treffen

20. – 23. Mai 2012
Besuch der französischen Kollegen Mme Naegeli und M. Lesrel am BSZ Meißen

Mai – Oktober 2012
Arbeit am ersten gemeinsamen Projekt „Gießen eines Betonmülleimers zur Mülltrennung im Park des Lycée Adolphe Chérioux“

7. – 14. Oktober 2012
Die ersten Schüler des BSZ Meißen besuchen die zukünftige Partnerschule mit dem Ziel der Realisierung des „Mülleimerprojektes“

8. – 13. April 2013
Gegenbesuch in Meißen
Geplantes Projekt: eine „Städtepartnerschaftsbank aus Beton“

Comenius-Projekt

Erfahrung Sie hier Näheres zu unseren Schul­part­ner­schaften in Polen, Tsche­chien und Öster­reich:

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Persönlichkeit:

Wagner war schon früh davon überzeugt, ein Genie zu sein. „In fünfzig Jahren werde ich der Beherr­scher der musika­li­schen Welt sein“, prophe­zeite er.

Wagner hatte „sein Herz auf der Zunge“ und gewann viele Freunde, die sich für ihn und seine Kunst einsetzten, zum Beispiel Franz Liszt, Otto von Wesen­donck und Julie Ritter. Er konnte charmant sein und beanspruchte für sich und seine Kunst, von der „Gesell­schaft“ unter­stützt zu werden. Seine finan­zi­ellen Probleme sah er als „lächer­liche Schulden“.

Leben:

Richard Wagner ist am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren und am 13. Februar 1883 in Venedig gestorben.

1814 zog er mit Mutter Johanne Rosine und seinem Stiefvater Ludwig Geyer nach Dresden, wo er auch die Kreuzschule besuchte.
1831 studierte er Musik in Leipzig,
1836 heiratete er Minna Planer in Königsberg.
1843 wurde er königlich sächsischer Kapellmeister der Dresdner Hofoper.
1862 trennte er sich von seiner Ehefrau Minna.

Ein Jahr später lernte er Cosima kennen, mit der er drei Kinder bekam.

Wagner in Dresden:

1842 ging Richard Wagner nach Dresden. Ein Jahr später  übernahm er die Leitung der Dresdner Lieder­tafel, in deren Auftrag er das monumentale Chorwerk Das Liebesmahl der Apostel kompo­nierte. Er hatte großes Interesse an der Sempe­roper, in der heute noch seine Werke aufge­führt werden.

Werke:

Wagners erste Kompositionen waren in den Jahren 1831 bis 1832.
Einige seiner Werke nennen sich: „Die Hochzeit“, „Lohengrin“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“.
Die Opern „Rienzi“, „Der fliegende Holländer“ und „Tannhäuser“ wurden in Dresden uraufgeführt.
Wagner schrieb auch die Textbücher seiner Oper selber.

Wir möchten euch jetzt gerne ein sehr berühmtes Stück von Wagner, mit dem Namen „Der Walkürenritt“, vorspielen.

Schriften:

Wagner hat nicht nur Musik geschrieben, sondern auch viele Texte und tausende Briefe. Wagners Schriften waren bei seinen Zeitgenossen sehr umstritten, weil sie einerseits „viel Wahres“ aber andererseits auch „peinliche Mitredereien“enthielten. ( Thomas Mann).
Einige seiner Schriften sind:

Deutsche Kunst und Deutsche Politik
Über das Dirigieren
Beethoven
Das Bühnenfestspielhaus zu Bayreuth
Was ist deutsch?

Denkmal:

Auf einem 8 Meter hohen Sandstein­sockel steht die 4,2 Meter hohe Darstellung Richard Wagners. Das Denkmal hat eine Gesamthöhe von 12,5 Meter. Es handelt sich um das erste Richard Wagner-Denkmal in Sachsen und um das größte Wagner-Denkmal der Welt.

Die Bronze wurde vom Bildhauer und Maler Richard Guhr entworfen.
Es wurd 1912 fertiggestellt, aber erst am 21. Mai 1933 eingeweiht, zum Vorabend des 120. Geburtstages von Wagner.

This monument present Wagner as a knight. At his feed are 5 figures, they present his music.
Wagner monument stay in front of a mountain, between trees. Lead to him stairs.

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Tom Vogt, Abitu­rient und inzwi­schen in Ausbildung, berichtete von seinen Erleb­nissen und Erfah­rungen beim Besuch in Ostrzeszow, Polen, im Herbst 2011. Der Besuch des Geburts­hauses von Chopin, der Kammgarn­spin­nerei und des Jagdschlosses hinter­ließen einen bleibenden Eindruck.

Frau Hoheit ließ noch einmal die Zeit in Pisek, Tsche­chische Republik, im Herbst 2012, Revue passieren, wo man sich insbe­sondere mit der regio­nalen Kunst und Kultur (Schloss­be­suche, Polka tanzen lernen) als auch Küche vertraut machte.

Lorenz Böhme und Drago Kreller, Schüler des LK Englisch 13, erzählten uns von ihren Eindrücken aus Rohrbach, Öster­reich, wo sie im April 2013 weilten. Beein­dru­ckend war nicht nur für sie die hervor­ragend ausge­stattete Schule in Rohrbach, sondern auch die Umsetzung und Darbietung der Aktivi­täten der Schüler dieser Schule, wovon sie sich beim Abend „Best of BBS“ überzeugen konnten.

Die anwesenden Keramik-Lehrlinge trugen zum Gelingen der Woche im Mai 2012 in Meißen tatkräftig bei. Unter ihrer Anleitung wurden in der Keramik­werk­statt von allen betei­ligten Schülern und Lehrern kleine eigene Kunst­werke geschaffen.

Zum Abschluss konnte man bei Speis und Trank sein erwor­benes Wissen über diese vier Länder in einem von den jewei­ligen Ländern erstellten Quiz  noch einmal unter Beweis stellen.

Alle stimmten darin überein, dass man die gewonnenen Erfahrungen im Umgang mit anderen Nationen und die Kontakte, die man geknüpft hat, nicht missen möchte.

Frau Junghans, Lehrerin am BSZ

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Bei einem klassi­schen Stadt­rundgang durch die Dresdner Altstadt, geführt durch den Gäste­führer und Histo­riker Herrn Hoch, stand das Kennen­lernen der Wirkungs­stätten Richard Wagners im Mittel­punkt.

Richard Wagner (1813-1883) hat, fast ein Drittel seines Lebens in der Elbestadt verbracht, seine Spuren hinter­lassen. “Dresden ist doch am Ende der einzige Ort, wo ich sozusagen zu Hause bin, überall sonst in der Fremde“, schrieb Wagner im Jahre 1858 in einem Brief an seine Frau Minna Planer.

Wir sahen die Sempe­roper, wo er 1843 zum Königlich-Sächsi­schen Kapell­meister der Dresdner Hofoper  ernannt wurde. Hier fanden die Urauf­füh­rungen  zu „Rienzi“ (1842), dem „Flie­genden Holländer“ (1843) sowie zu „Tann­häuser“(1845) statt. Die Anstellung endete mit Wagners Flucht 1849.

Anschließend besich­tigten wir das Residenz­schloss, den weltbe­rühmten Zwinger, den Fürstenzug, den Stallhof und den Neumarkt mit der Frauen­kirche. Diese hat für Wagners Leben und Werk eine besondere Bedeutung. Hier  erlebte er als Knabe, wie der Kreuzchor vom Kuppelrund in die Kirche herab sang. Diesen Effekt einer „Engel­musik“ verwendete er in seiner letzten Oper „Parsifal“. 1843 dirigierte Wagner in der Frauen­kirche sein Oratorium „Das Liebesmahl der Apostel“ – Höhepunkt des von ihm organi­sierten Sänger­festes. Wir gingen auch durch die Schul­gasse, in der zu Wagners Zeiten die Kreuz­schule stand, die er von 1822 bis 1827 besuchte. An den Gottes­diensten der daneben liegenden Kreuz­kirche nahm Wagner  teil, war jedoch nie Mitglied des Kreuz­chores.

Wir setzten unsere Tour auf den Spuren Wagners mit dem Besuch der Richard- Wagner- Stätten in Graupa zwischen  Dresden und Pirna fort. Dort befindet  sich u.a. das Lohen­grinhaus, die älteste museale Wohnstätte des Kompo­nisten. Wir erfuhren in einem Vortrag viel Wissens­wertes über das einstige Schäfersche Großbau­ernhaus, in dem Wagner während seines Sommer­auf­ent­haltes  1846 die Musik zur Oper „Lohengrin“ skizzierte. Bei einem eigen­stän­digen Rundgang durch das Haus konnten wir erfahren, wie Wagner mit seiner ersten Frau Minna dort wohnte und wirkte.

Neben dem Lohen­grinhaus gehören noch weitere Objekte  zum Komplex Richard-Wagner-Stätten Graupa, die wir ebenfalls erkun­deten. Das Jagdschloss befand sich zu diesem Zeitpunkt leider noch in der Rekon­struktion für das 200-jährige Jubiläum seines Geburts­tages im Jahr 2013, doch der roman­tische Schlosspark mit dem Wagner-Kulturpfad und das Wagner-Denkmal im nahe gelegenen Liebe­thaler Grund luden zum Verweilen ein. Den Schlosspark durch­zieht ein Wagner-Kultur­lehrpfad mit 17 Tafeln zu den wichtigsten Lebens- und Schaf­fens­sta­tionen dieses Künstlers. Nach Erkundung und Picknick im Park führte uns  eine Wanderung durch den Liebe­thaler Grund  zum ca.3 km entfernten weltgrößten  Richard-Wagner Denkmal . Wagner pilgerte während seines Graupaer Sommer­auf­ent­haltes oft dorthin. Vor urwüch­siger Sandstein­ku­lisse erhebt sich die 4 Meter hohe Bronze­statue Wagners als Grals­ritter umgeben von fünf allego­ri­schen Figuren, die die wichtigsten Elemente seiner Musik darstellen: das sphärische, lyrische, diony­sische, dämonische und tragische Element.

Nachdem wir den Liebe­thaler Grund , der auch gleich­zeitig als Malerweg und „Eingangstor zur Sächsi­schen Schweiz“ bezeichnet wird, bis Lohmen durch­wandert hatten, folgte als Abschluss der Besuch auf der Bastei.  Diese Felsfor­mation 305m üNN ist Bestandteil der Kernzone Natio­nalpark Sächsische Schweiz und ein beliebtes Ausflugsziel vieler Touristen. Von hier genossen wir die malerische  Aussicht über das Elbsand­stein­ge­birge, die schon viele Künstler inspi­riert hat.

1. Teilnehmer:

Eine Gruppe von 30 Schülern und Auszu­bil­denden der vier betei­ligten Schule (Polen , Tsche­chien , Öster­reich , Deutschland)

2. Datum: 

10.05.2012

3. Dauer:

ganztägig

4. Thema:

Auf den Spuren Wagners in Dresden, Graupa und der Sächsi­schen Schweiz

5. Organi­sation/

Verant­wortung:

BSZ Meißen

Frau Hoheit,

Frau Junghans,

Frau Lobe 

6. Allge­meines Ziel: Spezi­elles Ziel:

Aktive Betei­ligung der Schüler und Auszu­bil­denden an der Exkursion

S/A kennt Orte u. Wirkungs­stätten R. Wagners

S/A kennt Werke des Kompo­nisten

S/A kennt Archi­tektur u. Kunst der Zeit des Kompo­nisten

7. Mittel:

Busfahrt

Stadtführung

Wanderung

Museumsbesuch

Lehrpfad

8. Methoden:

Vorträge ( in deutscher Sprache)

Visualisierung

Selbst­studium  (Lehrtafeln u. Museums­ma­te­rialien)

9. Lernprin­zipien

Zielklarheit

Aktivität

Anschaulichkeit

Einsatz adres­sa­ten­ge­mäßer Sprache

Schaffung von Abwechslung

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Auf die Fahrt nach Rohrbach habe ich mich schon gefreut, obwohl für mich vorher nicht fest stand, ob ich wirklich mitfahren und am „Comenius- Projekt“ teilnehmen möchte.

Es ist schon etwas anderes, wenn man den größten Teil seiner Zeit auf der Arbeit verbringt und die Schule nur etwa einmal in zwei Monaten besucht. Man steckt manchmal so tief im „Alltags­trott“, dass man schon wieder zu faul ist (oder zu feige?) um neue Erfah­rungen zu sammeln.

Tatsächlich hatte ich vor Beginn der Fahrt kaum Vorstel­lungen von der Reise. Auch vom „Comenius- Projekt“ wusste ich relativ wenig. Umso angenehmer waren die Erfah­rungen, die ich in Oberös­ter­reich sammeln konnte. Ich fand es erstaunlich, wie gut das Projekt bei uns Schülern angekommen ist  und wie gut die Verstän­digung trotz diverser Sprach­bar­rieren funktio­nierte. Besonders schön empfand ich das Engagement der Mädchen aus Rohrbach, ohne die- so schien es mir zumindest- der Zusam­menhalt unter­ein­ander gar nicht so gegeben gewesen wäre.

Mir persönlich hat der Tag in Linz, vor allem der Besuch der Orche­s­ter­probe des Bruckner Orche­sters am besten gefallen.  Inter­essant war ebenfalls der Rundgang durch die BBS Rohrbach. Aber auch die Abende, die wir in gemischter Truppe verbrachten, waren schön.  

Wie bereits gesagt; große Erwar­tungen an die Reise hatte ich nicht, jedoch kann ich sagen, dass die meisten Erfah­rungen, die ich sammeln konnte, positiv waren. Ich habe ein gutes Bild von den Menschen in Oberös­ter­reich, die besonders offen und freundlich zu sein scheinen, erhalten.  Aber auch die Bekannt­schaften mit den Schülern aus Polen und Tsche­chien waren angenehm. Seltsam für mich ist auch, dass ich jetzt eine ganz andere Beziehung zu unserer Schule in Meißen habe.  Ich gehe mit einem ganz anderen Gefühl durch die Türen und freue mich, dass ich doch noch am „Comenius Projekt“ teilge­nommen habe.

Sylvia Frenzel, IK 11a

Am Samstag, 25.09.2010, machten wir uns als Vertreter des BSZ Meißen ein zweites Mal auf den Weg nachOstrzeszόw. Um 6.45 Uhr starteten Herr Lotzmann, Frau Junghans, Frau Lobe und Frau Schneider, um nach Umleitung (Autobahnvollsperrung) gegen 12.00 Uhr einzutreffen. Wir wurden bereits mit einem reichlich gedeckten Frühstückstisch im Zimmer des Schulleiters erwartet. Anwesend waren Herr Kowalski, Schulleiter, Herr "Mariusz", welcher uns bereits vom ersten Besuch als Dolmetscher bekannt war, Frau Donata Sokόł, die Comenius-Projektleiterin und die Vertreter der Schule aus Rohrbach (Österreich – Dreiländereck), Frau Eva Leitner und Herr Arnold Schauberger, welche zur Zeit mit einer Klasse zum 12-tägigen Besuch im Rahmen des laufenden Projektes in Ostrzeszόw weilten.

Nach der Begrüßung durch den Schul­leiter war der Haupt­schwer­punkt die Erläu­terung des Verfahrens (Termin, Umfang, Beantragung) zum Projekt und die Auswahl des Themas.

Das Comeni­usprojekt ist ein multi­la­te­rales Projekt (Polen, Öster­reich, Deutschland) und soll im Rahmen der Comeni­us­mittel reali­siert werden. Die Koordi­nation des Projekts übernimmt die Schule Zespόł Szkόł Zawodowych nr 1 gemeinsam mit dem Landkreis Ostrzeszόw. Das Hauptziel des Projekts ist die Bearbeitung der neuesten Lernme­thoden, Einsetzen der innova­tiven Lernprak­tiken, Erfah­rungs­aus­tausch bei Lehrern und Schülern. Das Projekt dauert 2 Jahre, vom 01.09.2011 bis zum 31.07.2013. Der Projekt­antrag muss bis zum 20.02.2011 einge­reicht werden. Auf folgendes Thema wurde sich verständigt:

"Schulbildungssysteme in anderen Ländern und das kulturelle Erbe der Region"

Es sollte jeweils eine Mobilität pro Schule statt­finden, bei der immer alle betei­ligten Schulen gleich­zeitig teilnehmen, maximale Perso­nenzahl 24 (min.8). Dabei sollte die Mehrheit der Personen Lehrer sein (und von Schülern vor allem sozial benach­tei­ligte).

Als nächste Aktionen ist der gegenseitige Besuch in Meißen und Rohrbach geplant, um besser konkrete Maßnahmen in den Projektantrag einbringen zu können. Damit sollten die Aufgaben und der Arbeitsplan sowie die Förderung und Werbung des Projekts ausgearbeitet werden. Die Kollegen aus Österreich äußerten wegen der Beteiligung Bedenken an, da bei Ihnen derzeit viele Projekte laufen: Es findet dazu im Oktober bei Ihnen eine Konferenz statt, wo in Ihrem Kollegium darüber entschieden wird. Sie würden sich für die Beteiligung an diesem Projekt innerhalb ihrer Schule einsetzen. Nach dem Mittagessen begleiteten uns zwei Lehrerinnen in die Nähe von Kalisz, nach Gołuchόw in ein Schloss (50 km), welche gleichzeitig als Dolmetscherinnen im Museum agierten. Nach einem Spaziergang durch den Schlossgarten bei schönstem warmen Herbstwetter, fuhren wir nach Ostrzeszόw in unsere Unterkunft. Im gleichem Hause wurden wir zum gemeinsamen Abendessen mit Herrn Kowalski, dem Schulleiter, dem Landrat persönlich (, welcher zur damaligen Eröffnung unseres BSZ zugegen war), seinem Bildungsverantwortlichem, einigen Lehrern sowie den Kollegen aus Österreich eingeladen.

Am Sonntag traten wir nach einer kleinen Stadt­be­sich­tigung wieder den Heimweg an.

K.Schneider